Acrylmalerei für Einsteiger: Welches Material du wirklich brauchst (und welches nicht)

Das kennst du sicher auch: Man steht völlig überfordert im Kunstladen vor meterlangen Regalen voller Acrylfarben und Pinseln. Viele Anfänger investieren zu Beginn in riesige, teure Sets oder minderwertige Billigprodukte, die einem den Spaß am Malen schnell verderben.


Als studierter Künstler habe ich über die Jahre so einiges an Marken und Setups ausprobiert. Dabei gab es natürlich auch ein paar Fehlkäufe, bei denen ich Geld für minderwertiges oder unnützes Zeug ausgegeben habe. Im Laufe der Zeit hat sich dann aber eine Ausstattung etabliert, die ich kaum noch variiere. In diesem Beitrag und dem Video zeige ich dir mein persönliches Mal-Equipment und verrate dir, welche Basicsabsolut ausreichen, um vernünftig malen zu können – und welches Geld du dir getrost sparen kannst.

Mein Studio-Farben-Setup: Qualität vor Quantität

In der Malerei ist nicht unbedingt die Anzahl unterschiedlicher Farbtuben entscheidend, sondern die Qualität einer Farbe – also ihre Pigmentierung und Mischbarkeit. Farben mit hoher Qualität haben einen hohen Anteil an Farbpigmenten und besitzen somit eine entsprechend hohe Deckkraft. Außerdem sind hochwertige Farbpigmente deutlich lichtbeständiger und blassen nicht so schnell aus wie billige Pigmente.


Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen hochwertiger und billiger Acrylfarbe ist ihre Konsistenz. Hochwertige Farbe ist im Regelfall etwas pastöser (Heavy Body), also zähflüssiger. Durch diese butterige Konsistenz lassen sich Farben sehr gut und kontrolliert mischen. Verdünnen lassen sich pastöse Farben beim Malen ganz einfach mit Wasser oder einem speziellen Medium. Zu diesem Medium komme ich später noch einmal.


Mein erster Rat ist also: Kauf dir die beste Qualität, die du dir leisten kannst!



Die Atelier-Farbpalette: Meine Must-haves

Hier zeige ich dir meine Studio- bzw. Atelierfarbpalette. Anders als beim Plein-Air-Malen (draußen unter freiem Himmel), wo das Gewicht des Equipments eine entscheidende Rolle spielt, arbeite ich im Atelier mit einem relativ breiten Farbspektrum.


Die farbig markierten Farbtöne sind das absolute Must-have, mit denen du im Prinzip jeden Farbton anmischen kannst. Die ausgegrauten Farbtöne sind optional – für mich als Landschaftsmaler sind sie mittlerweile jedoch unverzichtbar geworden


Wenn du gerade erst anfängst, wird es vermutlich ein paar Monate dauern, bis du kontrolliert alle Farbtöne mischen kannst, die dir vorschweben. Selbst ich habe auch heute noch regelmäßig Aha-Erlebnisse beim Anmischen! Im Prinzip hat jede Farbe zwei Temperaturbereiche: einen kalten und einen warmen. Zur Orientierung habe ich dir die kalten Farbtöne blau und die warmen orange markiert.


  • Titanweiß (Heavy Body)
  • Titanweiß (Golden Open - trocknet super langsam)
  • Kadmium(freies) Gelb - hell (Heavy Body)
  • Kadmium(freies) Gelb - dunkel (Heavy Body)
  • Kadmium(freies) Orange (Heavy Body)
  • Kadmium(freies) Rot - hell (Heavy Body)
  • Kadmium(freies) Rot - mittel (Heavy Body)
  • Alizarin Rot (Heavy Body)
  • Quinacridone Magenta (Heavy Body)
  • Ultramarine Blau (Heavy Body)
  • Phtaloblau (Grün-stichig) (Heavy Body)


  • Gelbocker (Heavy Body)
  • Sienna gebrannt (Heavy Body)
  • Umbra gebrannt (Heavy Body)
  • Phtalogrün (Blau-stichig) (Heavy Body)


Noch ein kurzer Hinweis zum Farbverbrauch: Wenn du – genau wie ich – vorrangig Landschaften malst, wirst du eine enorme Menge an Titanweiß benötigen. Es wird dich wahrscheinlich überraschen, wie viel Weiß man im Verhältnis zu den anderen Farben verbraucht. Mit großem Abstand folgt danach das Ultramarinblau. Alle anderen Farbtöne halten sich (zumindest bei mir) verhältnismäßig lange.



Mein Pinsel Setup: weniger als du denkst

Bei Pinseln habe ich wirklich viel ausprobiert, um irgendwann zwei Dinge festzustellen: Erstens: Wer billig kauft, kauft zweimal. Und zweitens: Man braucht eigentlich gar nicht so viele verschiedene Pinsel.


Ich verwende mittlerweile ausschließlich qualitativ hochwertige Flachpinsel (einzige Ausnahme: einen Schminkpinsel) und davon selten mehr als fünf bis sechs verschiedene Größen. Was die Breite meiner Pinsel anbelangt, orientiere ich mich am Verdopplungsprinzip: Mein kleinster Pinsel ist ca. 2,5 mm breit, der nächstgrößere ca. 5 mm, dann ca. 10 mm usw. Meine Lieblingsgröße ist übrigens die 10-mm-Variante – diesen Pinsel muss ich am häufigsten nachkaufen.


Ein kleiner Profi-Tipp am Rande: Würde ich konsequent ein Malmesser oder einen Spachtel zum Anmischen meiner Farben nutzen, könnte ich die Lebensdauer meiner Pinsel erheblich verlängern.


Ach ja, und weil ich Tiere sehr mag, arbeite ich ausschließlich mit Synthetikfasern. Tierborsten kommen mir nicht ins Atelier!



Der Malgrund: Spare nicht am falschen Ende

Ein häufiger Fehlkauf sind extrem günstige, instabile Leinwände, die sich während oder nach dem Malen schnell verziehen. Kaufe hier am besten von Anfang an eine gewisse Mindestqualität. Ich greife am liebsten zu tiefen Leinwänden mit 30 bis 40 mm starken Holzleisten. Diese verziehen sich nicht so leicht und besitzen durch ihre Tiefe bereits eine starke Präsenz – so wirken sie auch ohne Bilderrahmen hervorragend an der Wand.


Natürlich kannst du mit Acryl auch hervorragend auf Papier arbeiten. Für den Start oder für Studien gibt es spezielles, starkes Acrylmalpapier, das eine leinwandähnliche Struktur besitzt und die Farbe nicht sofort "aufsaugt".


Farbstudien fertige ich fast immer auf MDF-Holzfaserplatten an, die ich mir auf das gewünschte Format zusäge. Plein-Air, also unter freiem Himmel, male ich meist auf 300 g starkem Aquarellpapier, da ich draußen bevorzugt mit Gouache-Farben arbeite. Bedenke dabei: Gouache benötigt im Vergleich zu Acryl viel Wasser, um ihre volle Leuchtkraft und die typische Samtigkeit zu entfalten – das starke Papier verhindert hierbei, dass sich der Malgrund unschön wellt.


Egal ob Leinwand, Holzplatte oder Papier: Achte immer darauf, deine Malgründe möglichst trocken zu lagern, um Materialverzug zu vermeiden.



Hilfreiches Zubehör: macht dir das Malerleben leichter

Eine Mischpalette ist absolut unverzichtbar. Diese kann aus Kunststoff, Acrylglas, Glas oder auch aus Holz bestehen. Zu Beginn habe ich immer MDF-Holzfaserplatten benutzt; mittlerweile arbeite ich jedoch am liebsten mit einer Glasplatte, da ich diese rückstandslos reinigen kann. Meine Glasplatte ist von unten mit einem neutralen Grau bemalt – das hilft dabei, Farbkontraste realistischer einzuschätzen als auf einem rein weißen oder schwarzen Untergrund. Zwar verschwindet das Grau unter der Malfarbe meist schneller, als mir lieb ist, doch gerade für den Start einer Farbmischung ist dieser neutrale Untergrund eine enorme Hilfe.


Mein „bester Kumpel“ beim Malen ist jedoch der Wasser-Zerstäuber. Damit halte ich die Farben auf der Mischpalette ständig feucht und schütze sie vor dem vorzeitigen Austrocknen. Ich nutze ihn außerdem, wenn ich sehr saubere und großflächige Farbverläufe anlegen möchte. Zu diesem Thema wird es bald ein separates Tutorial von mir geben, in dem ich dir genau zeige, wie man perfekte Verläufe mit Acryl anlegt. So einen Zerstäuber bekommst du in jeder Drogerie. Den weiter oben erwähnten Schminkpinsel, den ich ebenfalls für feinste Farbverläufe benutze, bekommst du dort übrigens auch.


Apropos Austrocknen: Damit meine teuren Farben auf der Mischpalette nicht ungenutzt antrocknen, kommen sie nach der Malsession in eine luftdichte Box. Bevor ich den Deckel schließe, gebe ich immer noch ein paar Sprühstöße Wasser mit dem Zerstäuber über die Farbtupfer – so bleiben sie für die nächste Sitzung frisch.


Ein echter Game-Changer, den ich erst relativ spät für mich entdeckt habe, ist das sogenannte Glazing Medium. Damit kannst du Farben super einfach so verdünnen, dass sich fantastische, halbtransparente Farbschichten (Lasuren) auftragen lassen. Im Gegensatz zu Retardern (Trocknungsverzögerern) halte ich von Glazing Medium wirklich extrem viel. Es verändert die Konsistenz der Farbe so, dass sie geschmeidig bleibt, aber ihre Bindekraft behält – perfekt für Tiefe und Leuchtkraft in deinen Bildern. Die Trocknungszeit deiner Farben wird damit übrigens genauso verlängert wie mit einem Retarder.


Ein weiterer unverzichtbarer Helfer ist die gute alte Küchenrolle. Ich nutze sie ständig, um überschüssige Farbe aus den Pinseln auszustreichen, bevor ich sie im Wasser auswasche. Das hat einen riesigen Vorteil: Dein Mischwasser bleibt deutlich länger sauber und du musst es seltener wechseln. Ein kleiner Profi-Tipp: Nimm auf jeden Fall das reißfeste weiße Papier. Das bräunliche Recycling-Papier fusselt zu schnell und hält der Belastung beim Ausstreichen der Pinsel bei Weitem nicht so lange stand.



Staffelei und Studiolicht: überschätzt und unterschätzt

Beim Thema Staffelei scheiden sich oft die Geister, aber meine Erfahrung nach 20 Jahren ist: Es muss kein High-End-Modell für hunderte Euro sein. Ich arbeite seit zwei Jahrzehnten hauptsächlich mit einer ganz einfachen Staffelei, die stabil steht und absolut ihren Zweck erfüllt. Investiere das gesparte Geld lieber in bessere Pigmente.


Der vermutlich am stärksten unterschätzte Punkt in vielen Ateliers ist jedoch das Studiolicht. Es ist ziemlich frustrierend, stundenlang Farben zu mischen, die bei normalem Zimmerlicht gut aussehen, aber am nächsten Morgen bei Tageslicht völlig daneben liegen. Ich nutze zwei LED-Leuchten auf Stativen, die echtes Tageslicht (ca. 5500 Kelvin) erzeugen. So kann ich meine Farbtöne zu jeder Tages- und Nachtzeit kontrolliert einschätzen. Wenn du deine Lichtquelle kontrollierst, kontrollierst du auch dein Ergebnis – egal, ob draußen die Welt untergeht oder die Sonne scheint.



Verantwortung im Atelier: Gesundheit und Entsorgung

Neben der Qualität achte ich bei meinen Farben auch darauf, dass sie so schadstoffarm wie möglich sind. Besonders im geschlossenen Atelier ist es mir wichtig, mit Pigmenten zu arbeiten, die gesundheitlich einigermaßen unbedenklich sind. Deshalb verzichte ich zum Beispiel konsequent auf kadmium- oder kobalthaltige Farben. Da nicht alle Hersteller hochwertigen Ersatz für diese giftigen Inhaltsstoffe im Sortiment haben, besteht mein Setup aus Farben von zwei verschiedenen Premium-Herstellern (Golden und Liquitex).


Ein Thema, das mir zudem sehr am Herzen liegt, ist die Entsorgung: Schmutziges Mischwasser sollte niemals einfach in den Abfluss geschüttet werden! Die darin enthaltenen Mikroplastik-Partikel und Pigmentreste gehören nicht ins Abwasser.


Ich habe dafür eine einfache und umweltfreundliche Lösung gefunden: Ich kippe das Wasser in ein offenes Gefäß, das auf dem Heizkörper oder in der direkten Sonne steht. Sobald das Wasser vollständig verdunstet ist, bleiben nur noch die eingetrockneten Farbreste zurück. Diese lassen sich dann ganz unkompliziert und sicher über den Restmüll entsorgen.



Deine "Anti-Fehlkauf"-Checkliste:

  • Farben: Wenige, hochwertige Einzeltuben (Heavy Body) statt No-Name-Sets mit 30+ Farben.
  • Weiß: Direkt eine XL-Tube Titanweiß statt kleiner Tuben (der Verbrauch ist gigantisch!).
  • Pinsel: Gute flache Synthetik-Pinsel (nach dem Verdopplungsprinzip) statt billiger Borsten-Sets, die Haare verlieren.
  • Mischpalette: Eine Glasplatte oder MDF-Platte statt kleiner Plastikpaletten, die kaum Platz bieten und schwer zu reinigen sind.
  • Malgrund: Stabile Leinwände (30–40 mm Leisten) statt billiger Rahmen, die sich sofort verziehen.
  • Zubehör: Ein einfacher Wasser-Zerstäuber und Glazing Medium statt teurer Retarder.
  • Licht: mindestens eine Tageslicht-LED (5500K) für farbechtes Malen zu jeder Uhrzeit.



Fazit: Weniger ist oft mehr

Aller Anfang ist schwer – aber er muss nicht teuer sein. Mein wichtigster Rat an dich: Spare nicht an der Qualität der Farben, sondern lieber an der Quantität. Mit einer Handvoll erstklassiger Pigmente, ein paar guten Synthetikpinseln und einer stabilen Leinwand hast du alles, was du brauchst, um wirklich Freude an der Malerei zu haben. So vermeidest du den Frust über schlechtes Material und kannst dich voll und ganz auf das konzentrieren, was wirklich zählt: deine Kreativität.


Viel Spaß beim Ausprobieren und beim Entdecken deiner eigenen Farbwelten!


Acrylic painting for beginners: Equipment That you really need

You probably know the feeling: standing in an art store, completely overwhelmed by meters of shelves full of acrylic paints and brushes. Many beginners invest in huge, expensive sets or inferior cheap products that quickly spoil the fun of painting.

As a trained artist, I have tried out quite a few brands and setups over the years. Of course, there were a few bad purchases where I spent money on inferior or useless stuff. Over time, however, I have established a set of equipment that I hardly ever change. In this article and video, I'll show you my personal
painting equipment and tell you which basics are absolutely sufficient for painting properly – and which purchases you can confidently skip.



My studio paint setup: quality over quantity

In painting, it is not necessarily the number of different paint tubes that is decisive, but rather the quality of a paint—i.e., its pigmentation and mixability. High-quality paints have a high proportion of color pigments and therefore have a correspondingly high covering power. In addition, high-quality color pigments are significantly more lightfastand do not fade as quickly as cheap pigments.

Another distinguishing feature between high-quality and cheap acrylic paint is its consistency. High-quality paint is usually slightly thicker (
heavy body), i.e., more viscous. This buttery consistencymakes it very easy to mix colors in a controlled manner. Thick paints can be easily diluted with water or a special medium when painting. I will come back to this medium later.

So my first piece of advice is:
buy the best quality you can afford!



The studio color palette: My must-haves

Here I show you my studio color palette. Unlike plein air painting (outdoors in the open air), where the weight of the equipment plays a decisive role, I work with a relatively wide color spectrum in my studio.


The colors marked in color are the absolute must-haves, with which you can mix basically any color. The grayed-out colors are optional – but for me as a landscape painter, they have become indispensable.


If you are just starting out, it will probably take a few months before you can mix all the colors you have in mind in a controlled manner. Even today, I still have regular “aha” moments when mixing colors! In principle, every color has two temperature ranges: a cold one and a warm one. For your reference, I have marked the cold shades in blue and the warm ones in orange.


  • Titanium White (Heavy body)
  • Titanium White (Golden Open - dries very slowly)
  • Light Cadmium(free) Yellow (Heavy Body)
  • Deep Cadmium(free) Yellow (Heavy Body)
  • Cadmium(free) Orange (Heavy Body)
  • Light Cadmium(free) Red (Heavy Body)
  • Medium Cadmium(free) Red (Heavy Body)
  • Alizarin Red (Heavy Body)
  • Quinacridone Magenta (Heavy Body)
  • Ultramarine Blue (Heavy Body)
  • Phthalo Blue (greenish) (Heavy Body)


  • Yellow Ochre (Heavy Body)
  • Burnt Sienna (Heavy Body)
  • Burnt Umber (Heavy Body)
  • Phthalo Green (bluish) (Heavy Body)


A quick note on paint consumption: if, like me, you mainly paint landscapes, you will need an enormous amount of titanium white. You will probably be surprised at how much white you use in comparison to the other colors. Ultramarine blue comes in a distant second. All other colors last relatively long (at least for me).



My brush setup: less than you think

I tried out a lot of different brushes before I realized two things: First, if you buy cheap, you buy twice. And second, you don't actually need that many different brushes.


I now only use good quality flat brushes (the only exception being a makeup brush) and rarely more than five or six different sizes. When it comes to the width of my brushes, I follow the doubling principle: my smallest brush is about 2.5 mm wide, the next largest about 5 mm, then about 10 mm, and so on. My favorite size, by the way, is the 10 mm version—I have to repurchase this brush most often.


A little pro tip on the side: if I consistently used a mixing knife or spatula to mix my paints, I could significantly extend the life of my brushes.


Oh, and because I really like animals, I only work with synthetic fibers. Animal bristles are not allowed in my studio!



The painting surface: Don't cut corners

A common mistake is buying extremely cheap, unstable canvases that warp quickly during or after painting. It's best to buy a certain minimum quality from the outset. I prefer to use deep canvases with 30 to 40 mm thick wooden strips. These do not warp as easily and, thanks to their depth, already have a strong presence – so they look great on the wall even without a picture frame.

Of course, you can also work
excellently with acrylics on paper. For beginners or for studies, there is special, strong acrylic painting paperthat has a canvas-like structure and does not immediately “absorb” the paint.

I almost always do color studies on
wood fiber boards, which I cut to the desired size. When painting en plein air, i.e., outdoors, I usually paint on 300 g watercolor paper, as I prefer to work with gouache paints outside. Keep in mind that, compared to acrylics, gouache requires a lot of water to develop its full luminosity and typical velvety texture—the strong paper prevents the painting surface from warping unattractively.

Whether canvas, wood panel, or paper, always make sure to
store your painting surfaces in a dry place to prevent warping.



Helpful accessories: make your painting life easier

A mixing palette is absolutely essential. It can be made of plastic, acrylic glass, glass, or even wood. In the beginning, I always used wood fiber boards, but now I prefer to work with a glass plate because I can clean it without leaving any residue. My glass palette is painted with a neutral grayon the underside, which helps me to assess color contrasts more realistically than on a pure white or black background. Although the gray usually disappears under the paint faster than I would like, this neutral background is a huge help, especially when starting to mix colors.

However, my “best friend” when painting is the
water atomizer. I use it to keep the paints on the mixing palette constantly moist and protect them from drying out prematurely. I also use it when I want to create very clean and large color gradients. I will soon be posting a separate tutorial on this topic, in which I will show you exactly how to create perfect gradients with acrylics. You can get a spray bottle like this at any drugstore. You can also get the makeup brush mentioned above, which I also use for the finest color gradients, there.


Speaking of drying out: To prevent my expensive paints from drying out unused on the mixing palette, I put them in an airtight boxafter each painting session. Before closing the lid, I always spray a few squirts of water over the paint spots with the atomizer – this keeps them fresh for the next session.

A real
game-changer that I discovered relatively late in the game is glazing medium. It makes it super easy to thin paints so that you can apply fantastic, semi-transparent layers of color (glazes). Unlike drying retarders, I really think highly of glazing medium. It changes the consistency of the paint so that it remains smooth but retains its binding power – perfect for depth and luminosity in your paintings. Incidentally, it extends the drying time of your paints just as much as a retarder.


Another indispensable helper is good old kitchen paper roll. I use it all the time to wipe excess paint off my brushes before rinsing them in water. This has a huge advantage: your mixing water stays clean much longer and you don't have to change it as often. A little pro tip: be sure to use the tear-resistant white paper. The brownish recycled paper lint too quickly and doesn't withstand the strain of wiping out brushes nearly as well.



Easels and studio lighting: overrated and underrated

Opinions often differ when it comes to easels, but after 20 years of experience, I have come to the conclusion that you don't need a high-end model costing hundreds of dollars. For two decades, I have mainly worked with a very simple easel that is stable and serves its purpose perfectly. It's better to invest the money you save in better pigments.


However, the most underestimated item in many studios is probably the studio lighting. It's quite frustrating to spend hours mixing colors that look good in normal room lighting but are completely off in daylight the next morning. I use two LED lights on tripods that produce real daylight (approx. 5500 Kelvin). This allows me to assess my colors in a controlled manner at any time of the day or night. If you control your light source, you also control your results—no matter whether the world is ending outside or the sun is shining.



Responsibility in the studio: health and disposal

In addition to quality, I also make sure that my paints are as low in toxins as possible. Especially in a closed studio, it is important to me to work with pigments that are reasonably harmless to health. That is why, for example, I consistently avoid paints containing cadmium or cobalt. Since not all manufacturers offer high-quality substitutes for these toxic ingredients in their product ranges, my setup consists of paints from two different premium manufacturers (Golden and Liquitex).

Another issue that is very important to me is disposal:
dirty mixing water should never simply be poured down the drain! The microplastic particles and pigment residues it contains do not belong in the wastewater.


I have found a simple and environmentally friendly solution for this: I pour the water into an open container that I place on the radiator or in direct sunlight. Once the water has completely evaporated, only the dried-up paint residue remains. This can then be disposed of easily and safely in the general waste.



Your “anti-bad purchase” checklist:

  • Paints: A few high-quality individual tubes (heavy body) instead of no-name sets with 30+ colors.
  • White: Go straight for an XL tube of titanium white instead of small tubes (you'll use a ton!).
  • Brushes: Good Flat synthetic brushes (according to the doubling principle) instead of cheap bristle sets that shed hair.
  • Mixing palette: A glass plate or wood fiber board instead of small plastic palettes that offer little space and are difficult to clean.
  • Painting surface: Sturdy canvases (30–40 mm stretcher bars) instead of cheap frames that warp immediately.
  • Accessories: A simple water atomizer and glazing medium instead of expensive retarders.
  • Lighting: At least one daylight LED (5500K) for color-accurate painting at any time of day.



Conclusion: Less is often more

Every beginning is difficult—but it doesn't have to be expensive. My most important advice to you: Don't skimp on the quality of the paints, but rather on the quantity. With a handful of top-quality pigments, a few good synthetic brushes, and a sturdy canvas, you have everything you need to really enjoy painting. This way, you avoid the frustration of poor-quality materials and can concentrate fully on what really matters: your creativity.

Have fun experimenting and discovering your own world of colors!